Geschichte des Winzerfestes

„Vereinzelte Nebelschleier über Enz und Neckar lassen als Vorboten den nahenden Herbst schon erahnen. Sobald sich die Sonne am Sonntagmorgen im September zeigt und Posaunen vom Waldhornturm ertönen, weiß jeder in Besigheim: Heute ist Winzerfest, Festtag für alle Weingärtner im Mittleren Neckartal, die schon früh ihre Festwagen zum großen Festumzug schmücken. Zahlreiche Trachtengruppen Musikgruppen und Fanfarenzüge bevölkern bereits die Stadt und sind gerüstet für einen großen Auftritt - umgeben von der prächtigen Kulisse des mittelalterlichen Stadtkernes. Herausgeputzt sind all die alten Fachwerkhäuser, die an einem solchen Tag noch mehr von ihrer wechselvollen Geschichte, die sie im Laufe der Jahrhunderten erlebten, erzählen könnten.“

So ist es im Festleskalender des Südwestrundfunks aus dem Jahr 2007 nachzulesen. Seit 1997 berichtet die Redaktion Treffpunkt des SWR in regelmäßigen Sendungen, viele davon waren sogar „Live“, von dem Festgeschehen rund um den Wein.

Als eines der größten Weinfeste des Unterlandes, hat sich das alle zwei Jahre stattfindende Besigheimer Winzerfest inzwischen einen festen Platz im Festkalender aller Weinfreunde erobert. Rund 100.000 Besucher kommen an den vier Festtagen in das Städtchen zwischen Wein, Wasser und Fachwerk.

Zahlreiche Probierstände, Schänken und Keller laden die Festgäste immer am dritten Septemberwochenende eines ungeraden Jahres zum Verweilen ein, um dort Erzeugnisse der einheimischen Weingärtner kosten zu können. Die Felsengartenkellerei ist von je her als Mitveranstalter eng mit diesem Weinfest verbunden.

Schon seit 1950 dürfen die Besigheimer dieses Heimat- und Weinfest feiern. Die Idee zu diesem Fest kam Bürgermeister Eberhard Frohnmayer, als er am Abend des 21. August 1949 viele Besigheimer fröhlich feiernd auf festlich geschmückten Wagen durch die Stadt fahren sah. An diesem Wochenende fand in Ludwigsburg das erste Landwirtschaftsfest nach dem Kriege des Umkreises statt. Auch die Besigheimer Landjugend beteiligte sich mit mehreren Gruppen und Festwagen am großen Festumzug.

Als der gesamte Tross abends wieder in Besigheim eintraf, wollte der Vorstandsvorsitzende der damaligen Weingärtnergenossenschaft Besigheim Karl Bronner die üppig geschmückten Festwagen der Besigheimer Bevölkerung nicht vorenthalten. Er trommelte kurzerhand eine Anzahl von Musikern der Besigheimer Stadtkapelle zusammen, die dann gemeinsam in buntem Reigen lautstark durch die Stadt zogen.

Mit Fug und Recht darf dies als Geburtsstunde des heutigen Winzerfestes angesehen werden.

Während Anfang der Fünfzigerjahre das Fest noch jährlich stattfand, gibt es seit 1955 den zweijährigen Turnus. Höhepunkt des viertägigen Festes ist der große Traditionsumzug, an dem sich in manchen Jahren bis zu 90 Gruppen beteiligen.

Viele bunte Wagen werden wieder übers Kopfsteinpflaster rattern, Musik- und Trachtengruppen sorgen stets für gute Laune unter den Umzugsbesuchern. Nicht zu vergessen die zahlreichen Fanfarenzüge mit Musikern in bunten Uniformen, die trommelnd und pfeifend durch die engen Umzugsgassen marschieren. Rund 1500 Teilnehmer ziehen wie ein bunter Lindwurm durch die mittelalterliche Stadt im Festtagsgewand.

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über die Autobahn A81 Ausfahrt Mundelsheim (ca. 7km) oder entlang der Bundesstraße 27

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regelmäßiger Anschluss an den Regionalverkehr Heilbronn-Stuttgart, Bahnhof Besigheim ist zentrumsnah (ca. 5 Min.)

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