Amtliche Bekanntmachung

Verkauf und Anwendung pyrotechnischer Gegenstände (Feuerwerkskörper)

Nach den Bestimmungen des Sprengstoffgesetzes und der dazu ergangenen Rechtsver-ordnung ist beim Verkauf und der Anwendung pyrotechnischer Gegenstände u. a. folgendes zu beachten:

Anzeigepflicht
Der Inhaber eines Betriebes, der erstmals den Verkehr mit pyrotechnischen Gegenständen betreibt, hat dies zwei Wochen vor Aufnahme der Tätigkeit der zuständigen Kreispolizeibehörde (Landratsamt Ludwigsburg) anzuzeigen.

Aufbewahrung und Lagerung
Die verantwortlichen Personen (Betriebsinhaber, Betriebsleiter, Aufsichtspersonen sowie die für den Verkauf bestimmten Personen) haben unter anderem beim Umgang und Verkehr mit pyrotechnischen Gegenständen und bei deren Beförderung Beschäftigte und Dritte vor Gefahren für Leben, Gesundheit und Sachgüter zu schützen, soweit dies möglich ist.

Beschäftigte, die pyrotechnische Gegenstände verkaufen, sind über die dabei bestehenden Unfallgefahren, die zu beachtenden Verhaltensregeln und die von ihnen zu treffenden Schutzmaßnahmen zu belehren. Die Belehrung sollen jeweils vor Beginn des Silvesterverkaufs wiederholt werden.

Bei der Aufbewahrung haben die verantwortlichen Personen u. a. folgendes zu beachten:

  • Im Brandschutzbereich (im Abstand bis zu 25 m von den Explosivstoffen) darf nicht geraucht sowie offenes Feuer oder offenes Licht verwendet werden.
  • In unmittelbarer Nähe pyrotechnischer Gegenstände dürfen leicht entzündliche oder brennbare Materialien nicht gelagert werden.
  • Einrichtungen zur Brandbekämpfung (z. B. Feuerlöscher) müssen jederzeit erreichbar sein.
  • Pyrotechnische Gegenstände dürfen nur in Versandpackungen oder in der kleinsten Verpackungseinheit aufbewahrt werden. Bei angebrochenen Packstücken sind Maßnahmen zu treffen, dass der Inhalt nicht beeinträchtigt wird und die Stoffe nicht nach außen gelangen können.
  • Pyrotechnische Gegenstände müssen so aufbewahrt werden, dass ihre Temperatur 75 ° C nicht überschreiten kann.
  • In Verkaufsräumen dürfen pyrotechnische Gegenstände – ausgenommen Knallbonbons- in Schaufenstern nicht, im Übrigen nur in geschlossenen Schaukästen, ausgestellt werden. Dies gilt nicht, wenn die pyrotechnischen Gegenstände eine ein- oder mehrseitig durchsichtige Verpackung haben und diese von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung als unbedenklich bescheinigt worden ist.
  • Die Höchstlagermengen (brutto) für pyrotechnische Gegenstände betragen:
     
    im Verkaufsraum             20 kg für pyrotechnische Gegenstände der Klasse II
     
    in einem Nebenraum
    zum Verkaufsraum          60 kg für pyrotechnische Gegenstände der Klasse II

Verkauf
Pyrotechnische Gegenstände (ausgenommen der Klasse I) dürfen nur in Verkaufsräumen vertrieben und anderen überlassen werden. Sie dürfen an den Verbraucher nur in kleinsten Verpackungseinheiten oder in größeren Einheiten, die mehrere kleinste Verpackungseinheiten enthalten, vertrieben werden.

Die Abgabe pyrotechnischer Gegenstände der Klasse II an Personen unter 18 Jahren ist verboten. Sie dürfen nur von Personen abgegeben werden, die mindestens 18 Jahre alt sind! Personen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr dürfen pyrotechnische Gegenstände der Klasse II nicht aufbewahren.

Pyrotechnische Gegenstände der Klasse II dürfen in der Zeit vom 1. Januar bis 28. Dezember nicht feilgehalten und dem Verbraucher nicht überlassen werden.

Abbrennen
Pyrotechnische Gegenstände der Klasse II dürfen von Personen unter 18 Jahren nicht, im Übrigen nur am 31. Dezember und 1. Januar, abgebrannt werden.

Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist verboten.

Seit dem 01.10.2009 ist es aus Gründen des Brandschutzes auch generell verboten, pyrotechnische Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Fachwerkhäusern abzubrennen. Dieses Verbot wirkt kraft Gesetzes unmittelbar.

Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen gelten als Ordnungswidrigkeit und können mit einer Geldbuße geahndet werden.

Die Stadtverwaltung Besigheim bittet insbesondere darum, auch die Reste der Feuerwerke nach Silvester wieder zu entfernen.

Wir bitten um Beachtung.

Besigheim, den 12. Dezember 2017
Az.: 107.25, Stadtamt I/Ke/le

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Ansprechpartner

Bürgerinformation
Marktplatz 12
74354 Besigheim
Telefon (0 71 43) 8 07 80

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08:30 - 12:00 Uhr

Montag und Dienstag
14:00 - 16:00 Uhr

Donnerstag
14:00 - 18:30 Uhr

Weiterführende Informationen

Anreise

Auto

über die Autobahn A81 Ausfahrt Mundelsheim (ca. 7km) oder entlang der Bundesstraße 27

Bahn

regelmäßiger Anschluss an den Regionalverkehr Heilbronn-Stuttgart, Bahnhof Besigheim ist zentrumsnah (ca. 5 Min.)

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